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Galerie & Geschichten

Entdecke Momente, Licht und Bewegung - ausgewählte Geschichten und eine filterbare Galerie.

Rhino story

Perfekt gerahmt

Es war ein sehr heißer Safaritag, und wir hielten an einem kleinen Wasserloch. Zu unserer Überraschung hatten sich dort neun Nashörner versammelt – Männchen, Weibchen und Jungtiere. Normalerweise würden Männchen einander nicht dulden, doch die Dürre hatte die Regeln aufgeweicht: Solange sie dem dominanten Bullen ihre Unterordnung zeigten, blieb alles friedlich. Ich beobachtete sie zunächst durch mein Fernglas. Dann, für einen kurzen Moment, standen drei Nashörner perfekt und rahmten einen kleinen Madenhacker. Schnell griff ich zur Kamera und hielt die Szene fest, bevor sie sich wieder auflöste.

Eagle story

Überraschender Fang

Auf der Insel Runde verbrachte ich Tage damit, entlang der Klippen zu wandern und Papageitaucher, Raubmöwen und Adler zu fotografieren. Eines Abends tauchte plötzlich ein Adler ganz in meiner Nähe auf, stürzte steil Richtung Meer und verschwand hinter den Felsen. Ich riss die Kamera hoch und schoss ein paar schnelle Bilder. Auf dem kleinen Display war ich begeistert – Bewegung, Licht, Hintergrund. Doch erst später am Laptop bemerkte ich, was ich zuvor übersehen hatte: Der Adler trug einen Papageitaucher in seinen Fängen und machte das Bild noch unvergesslicher.

Lion story

Löwenblockade

Früh am Morgen auf Safari erzählte uns unser Guide von einem Nashorn, das zwei Tage zuvor bei einem Revierkampf getötet worden war. In der Hoffnung, dort Raubtiere zu finden, machten wir uns auf den Weg, kamen jedoch nicht weit. Ein Löwenrudel hatte das Gebiet bereits für sich beansprucht, zwei Männchen lagen müde auf der Straße, mit vollen Bäuchen und halb geschlossenen Augen. Wir warteten einen Moment, dann setzten wir langsam zurück und nahmen einen anderen Weg. Von dort aus konnten wir schließlich die übrigen Löwen beim Fressen beobachten.

Ant story

Geduldsspiel

Ich lag im Gras an einem Hang, verborgen hinter einer kleinen Kuppe, und wartete auf Steinböcke. Die Zeit verging langsam, und mit ihr kam eine tiefe Stille – diese Ruhe, in der jedes Geräusch und jede Bewegung spürbar wird. Vor mir kämpfte sich plötzlich eine winzige Ameise durch das hohe Gras, über Hindernisse hinweg, zielstrebig und präzise. Ich hatte Zeit, beobachtete sie fasziniert und machte ein paar Fotos. Später tauchten die Steinböcke auf, doch die kleine Ameise hatte mir längst gezeigt, was Geduld in der Natur bedeutet.

Killshot story

Killshot

Es war Mitternacht am Vikten Beach, und die Sonne tauchte die Wellen noch immer in goldenes Licht. Ich hatte mein Stativ für HDR-Aufnahmen aufgebaut und stand auf einem Felsen, während Wind und Meer mich umgaben. Welle um Welle kam ruhig an, bis eine anders war. Eine plötzliche Woge riss mein Stativ um, schleuderte die Kamera auf die Steine und in ein Becken aus Salzwasser. Ich konnte sie noch herausziehen, doch das Salz hatte sie bereits zerstört. Dieses Bild war das letzte, das sie je aufgenommen hat. Ein schöner, aber trauriger Abschied von einer Kamera voller Erinnerungen.

Corncrake story

Endlich

Wochenlang besuchte ich das Murnauer Moos, morgens und abends, in der Hoffnung, ein Wachtelkönig zu sehen – ein scheuen Vogel, der meist tief im Gras verborgen bleibt. Oft hörte ich seinen markanten Ruf nur wenige Meter entfernt, bekam ihn jedoch nie zu Gesicht. Es war frustrierend, und doch zog es mich immer wieder zurück. Dann, an einem stillen Morgen, geschah das Unmögliche: Ein Wachtelkönig stand direkt vor mir auf einem schmalen Pfad, ruhig und ungestört. Ich legte mich hin, machte einige Aufnahmen und sah zu, wie er langsam wieder im hohen Gras verschwand und einen Moment hinterließ, auf den ich den ganzen Sommer gewartet hatte.

Motiv
Farbe